Ausflug nach Landsberg am Lech

Foto: Claudia Gürtner

Jedes Jahr unternimmt der Frauenbund Nieder-/Oberviehbach einen Tagesausflug.
Kürzlich war es wieder so weit: Bei schönstem Wetter startete man am 30. August 2017 Richtung Oberbayern und zwar nach Landsberg am Lech.

Am Inselbad nahm die Stadtführerin, Frau Huber, die Gruppe in Empfang. Als Erstes ging es zum Lechwehr mit Blick auf den Wehrturm, der den Namen „Jungfernsprung“ trägt und Frau Huber erklärte, wie der Turm zum Namen kam. Das Wehr wurde ursprünglich wegen der Erbauung einer Mühle errichtet. Der Lech gilt als einer der saubersten, aber auch kältesten Flüsse in Bayern. Es wurde dann zur mittelalterlichen Altstadt gegangen. Die Stadt wurde im Zweiten Weltkrieg nicht zerstört. Bei der Mariensäule am Hauptplatz wurde Halt gemacht, die direkt gegenüber dem neuen Rathaus (mit kunstvollen Stuckornamenten) steht, wobei sich die Verwaltung des Rathauses in einem Neubau auf der anderen Lechseite befindet.

Frau Huber berichtete über die Geschichte der knapp neunundzwanzigtausend Einwohner zählenden Stadt, z. B. über die Herkunft des Stadtnamens, den „Linksverkehr“ an der alten Bergstraße oder über das Hexenviertel. Da die Pfarrkirche zur Zeit gesperrt ist und nur einen Durchgang bietet, hielt man sich etwas länger in der kleinen Johanniskirche auf, in der viele Brautpaare ihre Hochzeit feiern.

Den Abschluss bildete der Gang zum großen Salzstadel, wo in früheren Zeiten das weiße Gold lagerte und die Stadt aufgrund von Zollerhebungen reich machte. In den siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurde er vorbildlich renoviert und saniert, so dass es sich hier sehr schön wohnen lässt. Dort endete die Führung auch und anschließend wurde das Mittagessen eingenommen oder durch die zahlreichen Gassen gebummelt.

Am frühen Nachmittag ging die Fahrt weiter nach St. Ottilien. Dort gab Pater Berthold einen kurzen Bericht über die Erzabtei der Missionsbenediktiner, die Klosterkirche und dem angegliederten Gymnasium.

Anschließend konnte das Nähmaschinenmuseum, das Missionsmuseum und der Klosterladen aufgesucht sowie Kaffee getrunken oder ein Eis gegessen werden. Und bei der Heimfahrt wurde natürlich noch eingekehrt.

Bericht: Claudia Gürtner